„Österreichische Initiative für Verkehrssicherheit“(ÖIVS) Ins Leben gerufen von Nationalrat Johann Höfinger, selbst aktiver Feuerwehrmann, der zu diesem Zweck die „Österreichische Initiative für Verkehrssicherheit“(ÖIVS) gegründet hat. Helfer vom Roten Kreuz, Feuerwehrmitglieder, Leiter von Fahrschulen, Beamte der Polizei, Bedienste des ÖAMTC, Verkehrsexperten, Ärzte und Juristen arbeiten aktiv mit. – Sie alle haben es sich in diesem Forum zur ehrenamtlichen Aufgabe gemacht vor allem jungen Fahrzeuglenkern die Entstehung von Verkehrsunfällen und deren Folgen zu veranschaulichen. Sie wollen aktiv verhindern, dass nur noch ein Kreuz am Straßenrand an einen jungen Menschen erinnert. Die verschiedenen Spektren rund um diese Thematik sollen interessant, provokant und informativ aufgearbeitet werden. Das aktuellste Projekt ist die Produktion einer DVD, die in gesamt NÖ in allen Fahrschulen, beim Bundesheer und in Schulen zum Einsatz kommen soll. Sequenzen, die sich beispielsweise mit den Fachgebieten Unfallgeschehen, Autotuning, Fahrzeugtechnik, Discothekenbesuche und den richtigen Umgang mit der Polizei auseinandersetzen, sollen es möglich machen diese Zielgruppe zu erreichen. Unfallopfer, Richter, Chirurgen, Polizisten, Notärzte uvm. sollen darin zu Wort kommen.Besonderes Augenmerk wird auch auf die Auswirkungen nach einem Unfall gelenkt: Körperliche und seelische Schäden, ergänzt mit gerichtlichen Verurteilungen und Regressansprüchen können für einen jungen Menschen den weiteren Lebensweg verbauen. Jedoch will man nicht den lehrenden Finger erheben, sondern Platz für Diskussionen schaffen. „Es geht nicht nur um Verkehrssicherheit, sondern auch um die Nachhaltigkeit in unserer mobilen Gesellschaft. Die Jungen sollen einen Denkanstoß bekommen, was Straßenverkehr bedeutet, wie schnell sich ein junges Leben verändern kann und ob der Wahnsinn auf unseren Straßen überhaupt noch Sinn macht,“ so die Experten der Österreichischen Initiative für Verkehrssicherheit. Auch Feuerwehren aus dem Bezirk Tulln haben sich an diesem Projekt aktiv beteiligt. Nicht nur umfangreiches Bildmaterial wurde aus den Archiven der freiwilligen Helfer zusammengetragen, auch ein ganzer Drehtag stand am Programm. Das Drehbuch schildert folgendes Szenario: „Eine Feuerwehrübung auf einer Landesstraße, an der Feuerwehr, Rettung und Exekutive teilnehmen, ruft bei allen Beteiligten Erinnerungen und Ängste wach. Interviews mit jungen Feuerwehrmitgliedern, welche über tragische Erlebnisse berichten sollen in diesen Film eingebaut werden. Notärztin und Sanitäter vom RK Tulln kommen ebefalls zu Wort.Die Menschen, die bereits viele andere gerettet oder aber tot aus einem Wrack geschnitten haben, haben die Bilder, wie es bei den realen Unfällen ausgesehen hat, noch immer in sich.“ Für diese DVD-Sequenz stellten sich junge und auch erfahrene Feuerwehrmänner für Interviews zur Verfügung und schilderten ihre Eindrücke von den typischen Discoverkehrsunfällen, den Samstagsnacht-Einsätzen, als sie selbst als Helfer am Ort des Geschehens waren. Im Hintergrund der Interview-Szenen wurde eine typische Menschenrettung aus einem PKW geübt. Erfahrungsberichte routinierter Kameraden sind ein Bestandteil der Berichte. Das gesamte Team beteiligte sich von den Mittagsstunden bis in die Nachtstunden an den ihnen gestellten Aufgaben. Fahrzeugbrandszenen wurden bewuss noch in den Abendstunden gedreht. Und jeder hofft, dass die Nachricht beim Zielpublikum richtig aufgenommen wird und somit ein großer Beitrag zur Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen geleistet werden kann. Die Feuerwehren Judenau, Ollern, Sieghartskirchen und Tulln haben sich aktiv und mit Bildmaterial an dieser Initiative beteiligt. Text: BM Christoph Gruber Fotos: Freiwillige Feuerwehr Ollern